Fastenzeit: Zeit für Körper, Geist & Seele

Vorwiegend aus den christlichen Kulturen überliefert wird traditionell in den sieben Wochen vor Ostern gefastet. Dabei gibt es vielerlei Möglichkeiten, in irgendeiner Form zu fasten oder einfach bewusster zu leben und sich Zeit für den eigenen Körper, aber auch für Geist und Seele zu nehmen. Viele meiner Bekannten verzichten auf Kaffee, Fleisch, Süßes oder Alkohol in der Fastenzeit. Sie vielleicht auch? Oder vielleicht schalten Sie in den 7 Wochen einfach öfters mal privat Ihr Smartphone oder den Fernseher aus? Um bewusster zu leben, gibt es viele Möglichkeiten!

 

Trends: Vegan oder Plastik?

Einer der Trends überhaupt in diesem Jahr zur Fastenzeit ist sicherlich „7 Wochen vegan“ zu essen und zu trinken. Dabei wird auf jegliche Lebensmittel und Getränke tierischen Ursprungs verzichtet und auch auf solche, die versteckt tierische Komponenten, wie beispielsweise Gelatine, Honig oder Aromen auf Tierbasis enthalten.

Nein, Plastik zu essen, ist natürlich kein Trend! Aber „Plastikfasten“ ist einer! Und was für einer! Schon etwas für Anspruchsvolle, was ich gleich in den ersten Tagen spüren musste… Beim Einkauf wird ganz bewusst auf Lebensmittel und Gebrauchsgegenstände verzichtet, die in Plastik eingepackt sind oder selbst aus Plastik bestehen. Hinter dem schnöden Wort „Plastikfasten“ steckt eine nicht gerade einfache Herausforderung und ich bin mir nicht sicher, ob ich die 7 Wochen im normalen Alltag komplett durchhalten werde. „Plastikfasten“ war schon 2014 eine sehr nette Idee http://www.bund.net/plastikfasten vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND). Tja, wo überall ist Plastik? Schauen Sie sich mal um und machen Sie es sich bewusst! In Ihrem Haus, Ihrer Wohnung, bei Freizeitaktivitäten oder am Arbeitsplatz? Vor allem im Küchenschrank – auch bei Ihren Gewürzen und Tees?

 

Tees können ohne Plastik auskommen…

Glücklicher Weise sind meine Teevorräte alle plastikfrei verpackt. Die meisten kaufe ich in Papiertütchen und Pappschachteln oder hin und wieder nehme ich auch mal eine Tee-Dose zum Selbstabfüllen mit. Manchmal gibt es optisch echt süße Tee-Tüten mit einem „Sichtfenster“ aus Plastikfolie. Nicht, damit der Tee rausschauen kann, sondern damit Sie gezielt reinschauen können. Diese Tüten würden zwar nicht zum „Plastikfasten“ passen, aber ich finde es manchmal schon ganz praktisch, weil ich dann sehe, was sich in der Tüte wirklich tummelt. Nun ja, der Tee spielt natürlich in der Fastenkur die entscheidende Rolle überhaupt!

 

Tees die Flüssignahrung mit geschmacklicher Abwechslung

So richtig fasten und nur auf „Flüssignahrung“ zu bauen, sollten nur Menschen, die völlig gesund sind. Ansonsten kann es sinnvoll, sich vor dem Fasten kurz mit dem Hausarzt, einem Heilpraktiker oder einem Ernährungsberater in Verbindung zu setzen. Auch bieten viele Bildungsträger, Kirchen oder andere Institutionen häufig im Frühling Fastengruppen oder auch einen Kurzurlaub in Form einer Fastenwoche an. Solche Veranstaltungen eignen sich vor allem für Menschen, die nicht gerne mit Ihrem „Fasten-Schicksal“ allein hadern wollen und sich zur Motivation in einer Gruppe und mit einem erfahrenen Fastenleiter am wohlsten fühlen. Auch sollten Sie sich ganz bedacht mit dem Ablauf des Fastens vorher beschäftigen, wenn Sie auf feste Nahrung verzichten wollen. Gerade das Abführen/ Entschlacken zu Anfang und die Aufbautage nach den Tagen ohne feste Nahrung sind ganz besonders wichtig für den Körper.

 

Flüssige Nahrung bedeutet beim Fasten vor allem stilles Wasser, Tees, Gemüsebrühe und Gemüsesäfte. Am besten wählen Sie Tees und Gemüsesäfte in ökologischer Qualität, da Bio-Produkte schadstoffärmer sind und den Körper somit noch weniger belasten. Auch bei den Gemüsesorten, aus denen Sie am besten selbst frische Gemüsebrühe kochen, ist Bio-Qualität ratsam. Als Tees an sich sind vor allem Kräutertees beim Fasten interessant. Welche Teesorten eignen sich zum Fasten? Ganz besonders eigenen sich folgende Teesorten:

  • Fencheltee (beruhigend)
  • Mate-Tee (beruhigend)
  • Mate-Tee in Kombination mit grünem Tee (kreislaufanregend)
  • Salbeitee (desinfizierend)
  • Brennnessel-Tee (reinigend)
  • Pfefferminztee (erfrischend)
  • Himbeertee (Geschmackserlebnis)

Wer regelmäßig fastet hält am besten eine kleine Auswahl an Kräutertees bereit, damit die Fastentage – trotz Verzichts auf feste Nahrung – geschmacklich eine gute Abwechslung bieten. Ich wünsche Ihnen ein gutes Gelingen und gieße mir jetzt erst einmal einen „plastikfreien“ Pfefferminztee auf!